Umrüstung auf Alu-Gastankflaschen

Nach viel Hin und Her kam die neue EU-Regelung zu Gastankflaschen. Fest steht nun, was Gültigkeit hat. Und ich konnte endlich nach langem Warten die Umrüstung durchführen.

Bild 1: Vorgeschrieben sind stabile Halterungen mit Scheuerschutz inclusive einer Aussparung für die Mittelschweissnaht der Gasflaschen, fixiert durch Metallhaltebänder, mit Knebelschrauben verschraubt.

Bild 2: Die Halterungen dürfen nicht ausbrechen, das erfordert eine ausreichend große Gegenhalteplatte.

Bild 3: Unter dem Fahrzeug-Boden wurde die Gegenplatte mit Unterbodenschutz korrosionsgeschützt.

Bild 4: Erkennbar auch der Scheuerschutz, immer dort, wo die Schläuche an Flächen scheuern können. Zudem muss so viel Platz vorhanden sein, dass die Sicherheitskupplung auch ausgekuppelt werden kann.

Bild 5: So sieht die fertig installierte Gasanlage aus. Kurze Schläuche und alles weiterhin gut zugänglich.

Bild 6: Vorgeschrieben ist jetzt auch die Position des Betankungs-Anschlusses ausserhalb vom Camper. Es darf während des Betankens die Tür vom Gasfach nicht mehr geöffnet sein.

WCHTIG ZU WISSEN:

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Gas in der Tauschflasche und dem Gas an der LPG-Tanksäule. Das Tauschflaschen-Gas besteht grösstenteils aus Propan und zum kleineren Teil aus Butan. Beim LPG-Gas ist das in der warmen Jahreszeit (Sommer) genau umgekehrt. Nur im Winter überwiegt dann wieder der Propananteil, weil bei frostigen Temperaturen Butan nicht mehr gasförmig ist. Zudem hat das Butan gegenüber Propan einen etwas niedrigeren Brennwert und rust auch etwas mehr. Das erfordert darum öfters mal eine Brennerreinigung mit Druckluft. Zudem sollte das LPG-Gas immer gefiltert werden und die Filterwechsel-Intervalle genau eingehalten werden, um einen Totalausfall des Druckreglers zu vermeiden.

Der große Vorteil, endlich keine Gasversorgungs-Probleme mehr zu haben, wiegt all die kleinen Nachteile wieder auf. Keine verschenkten Gasreste mehr, wenn ein Flaschentausch nötig ist, weil sonst das Gas auf der Auslands-Tour nicht reichen könnte und man die Flasche dort nicht befüllt oder getauscht bekommt. Und eine Reserve-Flasche, sonst wo im Fahrzeug, ist unzulässig, erlaubt ist nur der Transport im Gasfach.

Das Umrüsten auf Gastankflaschen muss nicht komplett von einem Fachbetrieb ausgeführt werden, man darf die Halterungen auch selber montieren, wenn alle Einbaurichtlinien korrekt eingehalten werden. Das erfordert nicht nur ein gutes handwerkliches Geschick, sondern auch genaue Kenntnisse der baulichen Gegebenheiten beim Wohnmobil, was die Montage der Flaschenhalterungen betrifft. Da gibt es manch Hindernis (Bild 2 u. 3). Die Gasanlage baut besser der Fachmann ein, denn es bedarf immer für die Funktionskontrolle, Abnahme, dem Dichtigkeitstest bei der Erstbetankung und für den Eintrag in das gelbe Prüfbescheinigungs-Heft dann zwingend den Sachkundigen. Den Selbsteinbau nur dann tätigen, wenn wirklich ein gutes Vertrauensverhältnis zum Sachkundigen besteht, denn es geht hier auch um die Haftungsfrage. Wegen der Funktionskontrolle der vorgeschriebenen Sicherheitskupplungen darf auch nur er die anschliessende Plombierung der gelben Kupplungssperren vornehmen. Besser vorher abklären

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